Geschichte des schottischen Dudelsacks

Der Dudelsack ist nicht – wie fälschlicherweise häufig angenommen – schottischen Ursprungs. Es gibt in allen Ecken der Welt zahlreiche landestypische Dudelsackarten, der schottische Dudelsack ist nur einer von vielen.

Ein Instrument mit einer Spielpfeife und einem Sack wurde bereits ca. 1000 vChr im arabischen Raum gespielt. Hierzu wurde an eine Art Schalmei ein Luftreservoir in Form eines Ziegen- oder Schafsledersackes angebracht und die ersten Dudelsäcke waren geboren.

Der Urdudelsack entwickelte sich in der Folgezeit und besonders im Mittelalter in den europäischen Ländern völlig unterschiedlich. Nach und nach kamen verschiedene Anzahlen von Bordunpfeifen hinzu, die eine Art Begleitung für die Melodiepfeife darstellten.

Der schottische Dudelsack wurde zunächst mit einer Drone gespielt und in der Renaissancezeit im 15. / 16. Jh wurde er auf zwei bzw. drei Drones erweitert. Ab dem 16. Jh kennt man den Dudelsack in unserer heutigen Form, allerdings waren die Chanter früher noch tiefer im Sound und natürlich war auch alles aus Holz.

Nach der verlorenen Schlacht von Culloden am 16. April 1746 wurden die Schotten unterdrückt: Es wurde ihnen das Kilttragen und das Dudelsackspielen verboten, ebenso durften sie keine Waffen tragen. Ihre Sprache durften sie nicht mehr sprechen, sondern sie mussten englisch sprechen.

Einige Jahre später änderte sich das wieder, weil während der Revolutionskriege dringend Truppen gebraucht wurden und so konnten die Schotten wieder Kilt tragen, Dudelsack spielen und ihrer Sprache frönen.

Im 18. Jahrhundert hielt der Dudelsack Einzug in die britische Armee und die Briten sorgten für eine weltweite Verbreitung, so dass die schottische Dudelsackszene in der ganzen Welt vertreten war.

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